Plasma spenden für eine starke Abwehr
Was ist Plasma?
Plasma ist ein wichtiger Bestandteil des Blutes. Es enthält viele verschiedene Eiweiße, die ganz bestimmte, oftmals lebenswichtige Aufgaben erfüllen. Fehlt nur eins dieser Eiweiße, kann selbst ein einfacher Schnupfen für den betroffenen Menschen zur lebensbedrohlichen Gefahr werden. Diese Patienten sind angewiesen auf das Plasma von gesunden Menschen, aus dem die lebenswichtigen Medikamente hergestellt werden. Kinder mit einer schwachen Immunabwehr, Unfallopfer oder Bluterkranke benötigen diese Präparate, um zu überleben. Aber auch jeder einzelne von uns kann mal auf die Gabe von Plasmapräparaten angewiesen sein, beispielsweise bei schweren Verbrennungen oder Vergiftungen.
Was passiert bei der Plasmaspende?
Bei der Plasmaspende wird zunächst aus der Armvene Blut entnommen. Im Unterschied zur Blutspende werden das Plasma und die festen Bestandteile des Blutes, die Blutzellen, direkt während der Spende voneinander getrennt. Das Plasma wird gesammelt und die Blutzellen werden dem Spender wieder zurückgeführt. Diesen Vorgang nennt man Plasmapherese. Die Methode ist wesentlich schonender als die so genannte Vollblutspende, da der Spender die entnommenen flüssigen Blutbausteine schnell wieder aufbauen kann. Deswegen kann man bis zu 38 mal pro Jahr Plasma spenden. Im Gegensatz dazu: Blut spenden darf man nur 4 bis 6 mal jährlich.
Warum Plasmaspenden?
Plasma lässt sich nicht in großen Mengen künstlich herstellen, deswegen werden viele Plasmaspenden benötigt. Ein Kind mit angeborenem Immundefekt braucht beispielsweise 100 Plasmaspenden pro Jahr.
Die Plasmaspende gibt einem das gute Gefühl, etwas Sinnvolles getan und vielen kranken Menschen Lebensqualität und Lebenszeit geschenkt zu haben. Gleichzeitig kümmert man sich um sein eigenes Wohlergehen: Vor jeder Spende erhält man einen kostenlosen Gesundheitscheck und im Anschluss rund 15 Euro Aufwandsentschädigung.
Wer kann Plasma spenden? Plasma spenden kann jeder
- der zwischen 18 und 60 Jahre alt ist
- der mindestens 50 Kilogramm wiegt
- der sich innerhalb der letzten zwölf Monate keine Piercings, Tattoos oder Ohrlöcher hat stechen lassen
- der sich ausweisen kann und einen festen Wohnsitz hat
- bei dem die ärztliche Untersuchung im Plasmacenter erfolgreich verlief.