Der angeborene Immundefekt –
und wie man die Erkrankung feststellen kann
Bei einem intakten Immunsystem werden im Blut Antikörper gebildet, die Viren, Bakterien und andere schädliche Eindringlinge erkennen und vernichten. Wenn ein Immundefekt vorliegt, kann der Körper mit Krankheiten nicht mehr alleine fertig werden. Folgende zwölf Punkte können auf einen angeborenen Immundefekt hinweisen:
- Mehr als 2 Lungenentzündungen pro
JahrMehr als 2 schwere
- Nasennebenhöhlen-Entzündungen im Jahr
- Mehr als 8 neue Ohr-Infektionen in einem
JahrKnochenmarks- und
Hirnhautentzündungen oder schwere
Infektionen
- Dauerhafter Belag im Mund nach dem
1. LebensjahrErkrankungen durch
normalerweise ungefährliche Bakterien
- Unklare Rötungen bei Säuglingen an den
Händen und Füßen (Graft-vs.-Host-Disease)
- Wiederkehrende tiefe Haut- oder
Organabszesse
- Mehr als 2 Monate Antibiotikatherapie ohne
Effekt oder i.v.-Antibiotikatherapie
- Primäre Immundefekte in der FamilieDurch
Impfungen ausgelöste Erkrankungen bei
Kindern und Erwachsenen
- Geringes Wachstum, geringes
Körpergewicht
Der Immundefekt selbst ist zwar heute noch nicht heilbar, doch es stehen verschiedene Therapien zur Verfügung, die Infektionen verhindern und Organschädigungen vorbeugen können. Generell gilt: Je früher der angeborene Immundefekt behandelt wird, um so erfolgreicher ist die Therapie.